Hotspotting mit Fon plus Fonero Interview
Die Zeiten sind schon lang vorbei, als man noch beim Nachbarn über den WLan-Router ohne Verschlüsselung mitsurfen durfte. Sicherheit geht vor und DSL-Besitzer verschlüsseln ihr eigenes Funknetz. Hotels, Gaststättten und Autobahnraststätten sind teilweise mit WLan ausgestattet. Aber das sind meist kostenpflichtige Hotspots mit Kosten mehreren Euros pro Stunde.
Die spanische Firma FON bietet jedem die Möglichkeit kostenlos zu surfen. Klingt gut und ist gut. Aber schauen wir doch mal die Sache genauer an: Die Idee von FON ist, wer einen DSL-Zugang hat, bestellt einen speziellen Router für den Hotspot von FON (”La Fonero”). Der wird mit der eigenen DSL-Leitung betrieben. So kann theoretisch in jedem Haushalt ein FON Hotspot entstehen und das Netz wird engmaschiger als jedes Mobilnetz!
Ein sehr schönes Interview mit Robert Lang zum Thema hat der elektrische Reporter Mario Sixtus gemacht und in seinem Blog online gestellt.
Link: sevenload.de
Fast überall hätte man dann kostenlosen Netzzugang. Nur wer diesen Router (Hotspot) aufstellt und betreibt kann bei anderen den kostenfreien Zugang als Gegenleistung bekommen oder Geld verdienen. Alle anderen müssen ein bisschen was zahlen.
Es gibt drei Benutzerprofile von FON:
- Linus - eigener Hotspot, kostenfreier WLan-Zugang weltweit
- Bill - eigene Hotspots, KEIN freier WLan-Zugang aber dafür Provision für “Aliens”
- Alien - Fon-Mitglieder, die (noch) keinen Hotspot aktiv betreiben und für Zugang einen kleinen Beitrag zahlen
Ich selber bin ein “Linus-Fonero” wie viele andere auch. Kann also weltweit kostenlos surfen und hab in Gegenzug einen kleinen Router bei mir laufen.
Die Mitsurfer werden auch protokolliert und damit besteht im Falle eines Falles die Möglichkeit den tatsächlichen Server ausfindig zu machen. Denn ohne gültiges Login kommt keiner bei FON rein!
Seit ein paar Wochen hab ich den Router nun und mach mir immer wieder darüber Gedanken. Es ist bekannt, dass jede Wand das Wifi-Signal schwächt. Der Router wird aber in der Wohnung aufgestellt. Das bedeutet, dass auf der Strasse bzw. beim Nachbarn meist nur noch ein schwaches Signal ankommt.
Der grüne Bereich auf den FON-Maps wird wohl so nicht versorgt werden. Jetzt müsste ich eigentlich Geld in die Hand nehmen und ein Verlängerungskabel und eine bessere Antenne (mind 5dB) kaufen, um das Wlan wirklich zugänglich zu machen. Wie soll ich dann bei anderen Fon-Hotspots eine gute Verbindung bekommen, wenn der “La Fonero” mit eine superkleinen Stummelantenne für ein Zimmer geliefert wird?
Das Versprechen, den Router anzustecken ist eine Sache. Eine Andere ist es für den besten Empfang zu sorgen. Besser wäre es wohl den Router in einer vernünftigen Variante zu liefern. Mit einer Antenne, die den Zweck des Router auch ausserhalb des Zimmers ermöglicht! Oder ist es Ziel von Fon, dass die Foneros das aufbessern. Denn das Ziel, daß alle was davon haben, wird ja erst erreicht, wenn die Flächendeckung groß genug ist und die Erreichbarkeit auch attraktiv für die Wlan Nutzer ist.
Infos zu Fon bei fon.com
Video gefunden bei Robert Basic und daraufhin das Interview beim Mario Sixtus.


Hallo,
das sehe ich auch als ein ganz großes Problem von Fon an, dass keine ausreichende Versorgung durch die einzelnen User bereitgestellt wird. Es ist auch von einem hochfrequenztechnischem Laie kaum zu erwarten, dass er darüber Kenntnisse besitzt oder sich Gedanken macht, wie Versorgung gewährleitet werden kann. In der FON-Beschreibung fand ich dazu eigentlich auch keinen Hinweis (allerdings las ich auch das 12Mb-Doc nicht).
Ich habe gerade heute mal meine Umgebung getestet und an den 6 angefahrenen Standorte keinen einzigen Fon-Spot finden können, entweder inaktive oder unzureichende Abdeckung, was mit der mitgelieferten Antenne auch nicht zu erwarten ist.
Meines Erachtens wäre es zweckmäßig, dass ein Set von Anfang von Seiten FON zusammengestellt wird, das der User kaufen muß, um der Gemeinschaft (nur davon lebt das Fon-System) den Zugang zu ermöglichen. Später wird der Einzelne kaum nachrüsten, speziell wenn es mit Zusatzkosten verbunden ist.
Ich habe heute den Vergleich mit der 7db-Flachantenne gemacht. Vor dem Grundstück (1. Etage, freistehendes Haus) war es mit der mitgelieferten Stummelantenne kaum möglich sich zu connecten. Die 7db-Ant lieferte da schon ein besseres Signal und ich konnte mich ein paar Meter weiter auf der Straße bewegen.
Auch ist zu überlegen, ob man unbedingt auf dem öffentlichen Zugang (FON_XXXX) die Bandbreite von 54MBit/s benötigt, wenn nur eine Übertragungskapazität von vielleicht 512Kbit bereitgestellt wird. Die hohe Übertragungsrate auf dem Funkweg benötigt eine größere Bandbreite, was auf der Empfängerseite grösseres Rauschen und somit eine Reduzierung der Empfindlichkeit bedeutet.
Dies waren nun ein paar Anmerkungen von einem neuen FON-Nutzer
Angemeldet seit 1.8.07
Mfg
Gerald